Sommerkonzerte 2026








„Ahoi ihr Piraten“
Als Piraten-Crew enterten die Musikantinnen und Musikanten die Bühne. Bei ihrem Jahreskonzert nahmen sie das Publikum mit auf eine spannende Suche nach dem legendären Goldschatz.
Es war eine Mischung aus Piraten-Geschichte, Musikkonzert und Theaterauffürhung.“Treffen sich zwei Piraten in einer Hafenkneipe“, so könnte ein Witz losgehen – oder eine Abenteuer-Geschichte, die bis auf den Grund des Meeres und zum Jungbrunnen der ewigen Jugend führt. Letzteres traf auf das aufregende Abendprogramm zu. In Dialogen, die über Lautsprecher abgespielt wurden, erzählten zwei Seebären von ihren Abenteuern, während diese auf den Bühne der MZH szenisch dargestellt wurden. „Ru(h)m und Reichtum bis zum Verblöden“ hatte ihnen Käptn Hinkebein auf der Suche nach dem Goldschatz versprochen. Stürme, Säbelgefechte und Seeungeheuer durften da nicht fehlen. Sie dienten als Überleitung zu den vielfältigen Musikstücken, wie zum Beispiel „Fanfare for A New Age“ oder „Somethin´ Stupid“, welches als Cornetduett aufgeführt wurde.
Nach der Pause fielen sie in den Jungbrunnen und traten als „Mini Brass“ wieder auf. Die jungen Musikantinnen und Musikanten gaben ein kurzes, aber viel bejubeltes Intermezzo. Inklusive einer einfallsreichen Percussion-Session, bei der der Rhythmus nur an Flaschen und Tellern angeschlagen wurde. Auch die erwachsenen Tambouren trommelten sich in die Herzen des Publikums. Das gesamte Programm zeugte von Einfallsreichtum, Können und viel Spass auf der Bühne.

Die Stimmung in der ausverkauften Halle in Birmenstorf war voller Vorfreude und Spannung auf die Unterhaltungsshows der drei Bands. Und so ging ein freudiger Ruck durchs Publikum als der Moderator Daniel Schneider die erste Band des Abends auf der Bühne willkommen hiess.
Die Brass Band Imperial Lenzburg zog bei der Auslosung die Startnummer eins und ihre Show entführte das Publikum in eine musikalische Tierparabel, die von der Geschichte des Vogels Zazu (aus König der Löwen) und seiner Gefährtin Tula handelt. Auf einer Leinwand neben der Bühne wurden parallel zur Live-Musik, Bilder und eine Erzählerstimme abgespielt, welche die dramatische Geschichte von Gefangenschaft und Freiheit unterstützte.
Mit einer tollen Musikauswahl, welche vom Bandmitglied Alejandro Inauen eigens für diese Show arrangiert wurde, durchlebte das Publikum die verschiedenen Gemütszustände der Geschichte. So wurden Auszüge aus Circle of Life (Elton John), das Adagio aus dem Ballett Spartacus (Aram Khatachurian), Flight of the Silverbird (Thomas Bergersen), Under the Stars (Hans Zimmer) oder Fix You (Coldplay) gefühlvoll vorgetragen. Das aufwändige Zusammenspiel von Musik, Licht und Erzähler funktionierte sehr gut und Philipp Wehrlen dirigierte die Band präzise durch die Szenen.

Als zweite Band war das Ensemble de Cuivres Valaisan am Start. Sie setzte ganz auf Gefühle. Mit einem Glücksrad auf der Bühne, auf welchem verschiedene Emotionen wie Wut, Freude, Kühnheit, Begehren oder Traurigkeit beschrieben waren, wurden per schwunghaftem Drehen die Emotion für das jeweils nächste Musikstück bestimmt. Natürlich war nicht alles dem Zufall überlassen, denn der junge Musikant Louis drehte das Rad immer passend zur Geschichte auf den jeweiligen Gefühlszustand. In einer sehr witzigen und publikumsnahen Show, mit Stücken wie Der lustige Bua (Mnozil Brass), A Gaelic Blessing (John Rutter), Erinnerung an Zirkus Renz (Gustav Peter) oder You can leave your hat on (R. Newman), sprang der Funk zum Publikum schnell. Das mit verbundenen Augen vorgetragene Vibraphon-Solo weckte Begeisterungsstürme und spätestens als der kleine Louis sein Cornet-Solo auswendig und mit dem Klang eines professionellen Musikers vortrug, war Gänsehaut angesagt und die eine oder andere Träne wurde im Publikum verdrückt. Der wundervolle Brass-Sound er Band mit seinen vielen Nuancen und der neckisch inszenierte Streit des Jungen mit dem Dirigenten Jean-Francois Bobillier, wer denn nun als nächstes am Emotionsrad drehen darf, unterstützten die spielerische Leichtigkeit, mit welche die Stücke vorgetragen wurden. Die Band hatte sichtlich Spass auf der Bühne.

Den Abschluss des Wettbewerbs bestritt die Brass Band Berner Oberland. Sie entführte das Publikum thematisch nach Spanien – zu Beginn mit der spanischen Nationalhymne und dem Hissen der Flagge. Mit dramatischen Fussballszenen, Flamenco-Tänzen und der Tomatenschlacht La Tomatina wurde viel Klamauk geboten. Passend dazu ertönten spanische Klänge aus Stücken wie, El es el Senor (Dean Jones), Habanera (Bizet), Amparito Rocca (Jaime Texidor) oder El Torero (Jonathan Bates). Viele feinfühlige Solo-Einlagen zeigten das breite Spektrum der Band, so auch das vierstimmige Flügelhorn-Solo Recuerdos de la Alhambra (F. Tarrega) oder das Cornet-Solo La Virgen de la Macarena (trad.). Mit dem Hit Macarena versuchte die Band sich auch tänzerisch und der Dirigent Manuel Imhof musste nebst der präzisen Taktgabe auch noch als Stier verkleidet dem roten Tuch nachjagen – mühelos, so schien es.

Die Entscheidung über die Rangierung lag nun beim Publikum. Mittels der Stimmkarte musste die Bewertung festgelegt werden. Das anschliessende Galakonzert wurde durch die Brass Band Berner Oberland unter der Leitung von Manuel Imhof bestritten und bot eine stimmige Bandbreite an Brass-Klängen vom gefühlvollen Bariton-Solo Varied Mood (Ray Woodfield) gespielt durch Dominique Heuberger bis hin zum Marsch Viva Birkinshaw (William Rimmer).
Die beiden veranstaltenden Vereine Musikverein Birmenstorf und Stadtmusik Mellingen nutzten die Zeit des Galakonzerts für die Auswertung der Stimmkarten. So konnten an der Rangverkündigung durch den OK-Präsidenten Thomas Zehnder folgende Resultate bekannt gegeben werden:
1. Rang: Ensemble de Cuivres Valaisan (ECV), 1176 Punkte
2. Rang: Brass Band Berner Oberland (BBO), 885 Punkte
3. Rang: Brass Band Imperial Lenzburg (BBI), 809 Punkte
Zum krönenden Abschluss des Abends wurde die inoffizielle Brass Band-Hymne Pomp and Circumstance No.1 (Edward Elgar) in einem klangstarken Finale durch die BBO aufgeführt und dem Publikum als Ohrwurm mit nach Hause mitgegeben.













Am letzten Maiwochenende fand der kantonale Musiktag in Sulz statt. Nach einer gemütlichen Fahrt mit dem Postauto trafen wir auf dem schön geschmückten Festgelände ein. Einige begaben sich in die Mehrzweckhalle, um den Konzertvorträgen beizuwohnen und andere verfolgten die Marschparade auf der Hauptstrasse.
Im Anschluss fanden wir uns wieder im Festzelt ein. Das Wetter war herrlich sommerlich - mit der Uniform fast zu heiss - aber die Stimmung dennoch sehr ausgelassen. Nach dem letzten Konzertvortrag durften sich unsere 6 Veteranen begleitet von den beiden Fahnenträgern auf ihre Ehrung bei einem Apéro einstimmen.
Der Festeinzug mit allen beteiligten Vereinsfahnen war bunt und unterhaltsam. Nach einer kurzen Ansprache begann die Zeremonie. Mit 30 Konfettikanonen und viel Applaus durften wir die folgenden Eidgenössischen Veteranen (35 Jahre) und Kantonalen Ehrenveteranen (50 Jahre) ehren: Guido Fankhauser für 35 Jahre, Markus Roth für 35 Jahre, Bernhard Meier für 35 Jahre, Christian Furrer für 35 Jahre und Hubert Kurmann & Harry Kummer für stolze 50 Jahre. Wir gratulieren allen herzlich zu ihrem Jubiläum und freuen uns auf viele weitere Jahre im Kreise der Spielgemeinschaft MV Birmenstorf und Stadtmusik Mellingen.
Nach einem feinen Nachtessen genossen wir die Musik der Nostalgic Brass und danach die Hits von Ueli’s Family Band auf der Eventbühne. Es wurde ausgiebig gefeiert, getanzt und mehrfach auf unsere Jubilaren angestossen. Für die einen fast zu früh, wartete um 22 Uhr das Postauto auf uns. Mit viel Gesang, Musik aus der Box und drei Runden um den Kreisel genossen wir die Heimreise und den Abschluss dieses tollen Musikfestes.
In Birmenstorf angekommen, mussten wir wegen einem plötzlichen Gewittersturm in unseren Musikkeller flüchten, wo wir bei Pizza und Bier den Tag ausklingen liessen.










Unter dem Motto Dreamland fand am 3. Mai in der Mehrzweckhalle Birmenstorf unser Jahreskonzert statt. Die Brass Band Musikverein Birmenstorf und die Stadtmusik Mellingen boten dem Publikum in der vollbesetzten Mehrzweckhalle ein abwechslungsreiches Programm mit unterhaltsamen Videoeinspielungen rund um einen verlassenen Freizeitpark, der wieder in Betrieb genommen werden sollte. In der ersten Hälfte waren Stücke wie «3 Days», die Titelmelodie aus «Game of Thrones» oder «Böhmischer Traum» zu hören. Vor der Pause gaben die Tambouren von Mellingen ihr Können zum Besten. Nach dem grossen Auftritt der Mini Brass folgten Stücke wie «Police Academy», «All That Jazz» aus dem Musical Chicago oder das anspruchsvolle Bläserstück «Showstoppa». Immer mehr erwachten die längst vergessenen Attraktionen des Freizeitparks zwischen Mellingen und Birmenstorf zum Leben. Es gab eine Geisterbahn, eine rasante Achterbahnfahrt mit allen Mitgliedern und sogar eine Verwandlungskünstlerin zeigte uns, wie sie sich innert Sekunden in einen Gorilla verwandeln konnte. Zum Glück hatte unser Dirigent Sebastian Smolyn eine grosse Banane für das Tier dabei.
Nach dem Konzert war die ansprechende Tombola innert kürzester Zeit leergeräumt und die Zuschauer freuten sich schon auf die Nietenverlosung. In der legendären Bar spielte der Gitarrist Giovanni Bassano alte und neue Songs zum Mitsingen und Tanzen. Es war ein schöner und unterhaltsamer Abend, der wie man hört, erst gegen 6 Uhr früh zu Ende ging.






Ein intensiver Schneetag brachte uns auf die Rigi für ein paar rasante Schlittelfahrten. Am morgen früh konnten wir im Zug bei einem Champagnerfrühstück unseren Release des Trailers fürs Jahreskonzert feiern. Die Zahnradbahn brachte uns anschliessend ab Arth Goldau auf die Bergstation von Rigi Kulm. Sogleich wurden die Schlitten gemietet und die Helme für die erste Abfahrt montiert. Da die Piste am Morgen noch stark gefroren und auch der erste Teil der Strecke recht steil war, mussten rasch erste Sturzopfer bekundet werden. Alles halb so schlimm. Die Sonne brach durch die Wolkendecke und die leckeren Heißgetränke halfen ebenfalls, dass die heitere Stimmung schnell den Alltag vergessen ließ. Bei einem feinen Mittagessen auf der Bergspitze konnten frische Kräfte getankt werden. Die Jungmannschaft war dann aber schnell wieder auf der Piste, um möglichst viele Abfahrten zu schaffen. Die Ü25-er nahmen es nach dem Mittag etwas gemütlicher und genossen den Ausblick und „es Kafi am Pischterand“.
Pünktlich um 16 Uhr traf man sich wieder zur Bähnliabfahrt Richtung Vitznau. Je mehr wir uns dem See näherten, umso grüner wurde auch die Landschaft wieder. Mit einer gemütlichen Schifffahrt ab Vitznau Richtung Luzern genossen wir den Sonnenuntergang und etwas musikalische Unterhaltung – diesmal jedoch nicht von uns verursacht. In Luzern angekommen, rief schon wieder der Nachtessen in einer Pizzeria, bevor wir uns dann via Olten auf den Heimweg machten. Ein toller Schneetag mit vielen Erlebnissen, lautem Gelächter und guter Kameradschaft!